HAMMER OF DOOM XIII - Würzburg



Festival vom 16.11. - 17.11.2018
Bands: WHILE HEAVEN WEPT, ERIC CLAYTON AND THE NINE,
COVEN, SORCERER, THE WIZARDS, APOSTLE OF SOLITUDE,
PALE DIVINE, DAWN OF WINTER, HÄLLAS, etc.  

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HAMMER OF DOOM

Zur 13. Ausgabe lockte das HAMMER OF DOOM ein bunt gemischtes düster melancholisch apokalyptisch oder schwerblütige Klanglandschaften bevorzugendes Heavy und Doom-Fanklientel in die Posthalle Würzburg, Angekündigt waren Acts wie COVEN, SORCERER, HÄLLAS, PALE DIVINE, WHILE HEAVEN WEPT, DAWN OF WINTER und APOSTLE OF SOLITUDE. Überraschend kühl, kaum Regenwetter, es ist Herbst (!) stattdessen scheint die Sonne (zum Glück nicht durchweg!) im November.

Apostel der Einsamkeit in einer Zeitspanne, wenn der Himmel weint...

HOD-Freitag, 16.11.2018

GOAT EXPLOSION



Für den lockeren Start in den HAMMER OF DOOM-Freitag sorgt das zur frühen Abendzeit pünktlich um 18:00 Uhr loslegende Leizpziger Stoner/ Heavy/Doomquartett GOAT EXPLOSION. Gitarren und Schlagzeug der explodierenden Ziegen sind ordentlich abgemischt, allein Frontmann Basti kommt stimmlich öfter etwas leise rüber, ansonsten geht der Auftritt der in Sachen Tempo gern mal einen Gang höher schaltenden Stoner/Heavy/Doomcrew aus dem Bundesland Sachsen amtlich voll in Ordnung. - Ein zufrieden stellendes Resultat, worauf der weitere Verlauf des Festivalfreitags fußen darf.

THE WIZARDS
Alles andere nur nicht zähflüssig im verlangsamten Bratgitarrentempo-Rhythmus grovend geht es bei THE WIZARDS ab. War der Auftritt des Openers bis auf Weiteres ganz ok, aber noch nicht das Gelbe vom Ei, setzen THE WIZARDS locker zwei Schippen drauf. Mit ihren beiden Dampfhammeralben 'Moon in the Scorpio' und 'Rise of the Serpent' gehören sie zu den angesagtesten Newcomern auf dem klassischen Hardrocksektor. Das Material der 70er-Jahre inspirierten Spanier kommt explosiv mit kernig viel Biss aus den Verstärkern. Bei THE WIZARDS regiert im Kontrast zu den meisten anderen Bands der schnelle tempo beschleunigende Beat. Wie auf den zwei Studioalben beeindrucken bei aller Energie und Wildheit zackige Twingitarrenharmonien, ratternde Bassläufe, treibendes Drumming und ausdrucksstarker Gesang des in diverse halsbrecherisch schräge Posen sich werfenden Frontmanns Ian beim auftretenden Senkrechtstarter.



Das fleißig faustreckende und exzessiv headbangende Publikum lässt sich Auf Anhieb gleich beim ersten Riff mitreißen, feiert sich permanent zusammen mit der Band zu heftigen Dezibel-Stürmen vom Typ „Apocalyptic“, „Circle of Time“ oder einem gigantisch rockenden „Stardust“ bis zum Ende in einen mächtigen Rausch. Mit dieser prickelnden Vorstellung wurden THE WIZARDS wie schon mehrfach, u. a. auf dem Hell Over Hammaburg ihrem guten Ruf als energiegeladen packender Liveact gerecht. - Beeindruckende Vorstellung!

APOSTLE OF SOLITUDE
Gegen 20:00 Uhr ist es tatsächlich so weit, mit den Ami-Doomern APOSTLE OF SOLITUDE schlägt die ultimativste Traditionsdoomband im Billing auf, womit Anhänger des gepflegt schweren Zeitlupensounds mit einem halben Dutzend majestätisch in die Länge gezogener schwerer Doomschellen vom Kaliber „Keeping The Lighthouse“, „My Heart is Leaving Here“, „Grey Farewell“ oder „This Mania“ voll zu ihrem Recht kommen.

Einziger Wermutstropfen eines erneut bärenstarken Auftritts der Truppe aus Amiland ist nicht die veränderte - (ausnahmslos Material der beiden letzten vielleicht stärksten – doch hier liegt die Sichtweise im Auge des Betrachters) Studio-Langrillen 'Of Woe and Wounds' und 'From Gold To Ashes' behandelnde Setlist, sondern viel mehr etwas verringerte Anzahl der Leute wie beim grandiosen 2016er-Gastspiel als APOSTLE OF SOLITUDE das H.O.D.-Ambiente mit einer brutal heftig intensiv durchs Ambiente dröhnenden Wucht vor frenetisch abgehender Kulisse zerlegten. Das soll den starken Eindruck der Einsamkeit predigenden Apostel kaum schmälern, die ihr Publikum erneut überzeugten. - Doom or get doomed!

ERIC CLAYTON AND THE NINE
haben den Platz des bunten Farbtupfers im Freitagbilling inne. Bei dem Namen SAVIOUR MACHINE sollte es gerade innerhalb der Düster-Prog-Fraktion heftig klingeln. Meinungstechnisch klafft das Verständnis der Doomanhängerschaft weit auseinander. Für die einen ist der Sound von ERIC CLAYTON AND THE NINE zu komplex, andere mögen gerade dies umso mehr. Immerhin gelingt der Einstand mit einem BEATLES-Cover von „Helter Skelter“ was binnen weniger Minuten Stimmung in die Posthalle bringt. Maestro CLAYTON gekleidet in Mantel und Hut wirkt mit passendem Langbart wie ein Wunderheiler oder Märchenonkel als wäre er aus einem anderen Jahrhundert gekommen; sein des öfteren in dicke Nebelschwaden getauchtes Outfit gibt ihm eine verschrobene Aura.

Für die größten Lichtblicke sorgt Mr. Clayton's Rückblick auf seine Zeit bei SAVIOUR MACHINE: „Killer“, „Son of the Rain“, „Christians and Lunatics“, „Ascension of Heroes“ , "Love Never Dies" sowie ein phantastisch zeitloses „Legion“, derartig ausufernd schleppend gedehnte Progergüsse tauchen das Ambiente in massive Wellenbrecher außergewöhnlichen Exotenflairs.



Zwar verspricht Mr. CLAYTON eifrig im Laufe der Vorstellung, das einiges mehr von SAVIOUR MACHINE kommen würde („And More...“) doch blieb diesbezüglich allein der Wunsch Vater des Gedankens. Für viel Irritation sorgen gleich vier (!) Coverstücke: „Breaking Glass“ und „Five Years“ setzen das Doppel-Tribut für die 2016 verstorbene englische Pop/Rock Ikone, Produzent und Schauspieler DAVID BOWIE; „Perfect Day“ ist dem seit 2013 nicht mehr unter uns weilenden Sänger/Songschreiber und Gitarristen LOU REED gewidmet und "I'Shall Be Released" stammt aus der Feder des amerikanischen Singer/Songschreiber(poeten), Autoren und Künstlers BOB DYLAN.

Der musikalische Gehalt des auf der Bühne stehenden Ensembles besitzt durchaus gewissen Reiz, sofern Bedarf an einer verschroben schrägen Düster-Kauzprog-Darbietung mit hintergründig müffelndem Düster- Spacerockflair besteht. Ob man SAVIOUR MACHINE kennt, mag oder nicht spielt keine Rolle. Der Auftritt überzeugt, wenngleich ein Teil der Zeitlupen-Soundfraktion sich wesentlich lieber etwas anderes in Sachen Co. Headliner gewünscht hätte. Als große Überraschung haben ERIC CLAYTON AND THE NINE sowohl beim eigenen Fanklientel gepunktet als auch den ein oder anderen Fan hinzu gewonnen, obgleich der Gig unabhängig seiner hohen Qualitätsdichte vielleicht gerade aufgrund seiner besonders ungewöhnlichen Songauswahl bis zum Schluß Gemüter spaltet.

ERIC CLAYTON AND THE NINE erzeugten zwölf gehaltvoll Düster-Proggig epische Emotionswellen:
1. Helter Skelter
2. Christians and Lunatics
3. Enter The Idol
4. Killer
5. Five Years
6. Breaking Glass
7. The Mask
8. Son of the Rain
9. Ascension of Heroes
10. Perfect Day
11. I Shall Be Released
12. Legion

WHILE HEAVEN WEPT
lassen zum Ausklang eines guten HOD-Freitags, dem ein noch besserer HOD-Samstag folgte zu späterer Abendzeit bis in die Nachts beginnend um 22:40 Uhr endend gegen 00:10 Uhr nichts mehr anbrennen. Tom Philipps und seine Mannschaft bestehend aus Michelle Loose-Schrotz (unterstützende Begleitvocals und Keyboard), Gitarrist Scott Loose, Jim Hunter (tiefstimmige Growls/Vocals) am Bass und Trevor Schrotz hinterm Schlagzeug sind immer Garant für ein Wechselbad intensiver Emotionen.

In der Schnittmenge ganz frühenr GENESIS, MARILLION oder PINK FLOYD bis derbstem Geballer (WHILE HEAVEN WEPT können auch anders!) schwebt eine alles in sich einhüllend geballte Epik-wolke über dem Ambiente. Trotz hochgradiger Spannung überwiegend klar.

Spätestens wenn das gesamte Ambiente einen undurchdringbar kopakten zugleich dichten Klangteppich webt, während Tom Philipps anfängt auf der Flying V zu solieren oder sich kontrastreich Gesangsduette zwischen Hochtonlage mit Bassist Jim Hunters tiefem Gesang (manchmal auch Michelle Loose Schrotz stimmlich begleitet), liefert, fühlt man sich in einer ganz anderen weit entfernt von diesem Planeten gelegenen Welt.

„Vast Oceans Lacrimose“, „The Furthest Shore“, „Voice in the Wind“, „Soulsadness“ „Vessel“ werden gewaltig umjubelt zu gigantischen Wellenritten der Gefühle. „Thus With a Kiss I Die“ passt als Zugabe perfekt ins Bild. Eine zahlreiche dankbar jedes Stück aufsaugende Anhängerschaft melancholisch-episch experimentiell doomlastiger Klangwelten ist vollkommen gefesselt von der hochkarätig faszinierenden Darbietung einer unbeschreiblichen, kaum in Worte zu fassenden Combo.



Bedauerlicherweise lösen sich WHILE HEAVEN WEPT bedingt durch private und wirtschaftliche Anlässe auf. Sie werden eine riesen Lücke hinterlassen, deren Erbe gewaltig ist. Nur die Erinnerung bleibt...
Fazit: Fesselnde Emotionskosmetik in traumhafter Vollendung.

WHILE HEAVEN WEPT tauchten die Posthalle tief in den Ozeans der Melancholie:
1. Introspectus
2. Icarus and I
3. Ardor
4. Heartburst
5. Vast Oceans Lachrymose
6. The Furthest Shore
7. To Wander The Void
8. Of Empires Forlorn
9. Voice in the Wind
10.Soulsadness 11. The Drowning Years 12. Vessel
Zugabe:
13. Thus With a Kiss I Die

Resumeé:
Alles in allem kein schlechter nur ein etwas weniger als sonst besuchter HAMMER OF DOOM-Freitag.

HOD-Samstag, 17.11.2018

Morgendämmerung für den Zauberer im Coven

SMOULDER
lassen zum frühen Mittag ab 13:30 kräftig die Verstärker sprechen. Ihr traditionelle auf Basis klassischer Epic-Heavy Metal-Strukturen fusender Doom Metal schlägt vor einer zu frühen Nachmittagszeit schon recht stattlichen Anzahl Doomlunatics wirkungsvoll in der Posthalle ein. Mit kantiger Riffdynamik vom Typ „Vojage of the Sun Chaser“ oder „The Queen is Gone“ erfüllt die Erwartungen der schon frühzeitig anwesenden Härtnerschaft, die den fünfundvierzigminütigen Auftritt des Ahornblatt-Fünfers feiert und zugleich genießt. Schon rein optisch haben sie mit ihrer Frontfrau Sarah Ann deren Oberschenkel ein fettes Epicus, Doomicus, Metallicus-Tattoo von CANDLEMASS ziert eine aus dem Rahmen fallende Frontfrau in Reihen, die auch bestens bei Stimme ist.


Bei der Schwermut-Hymne „The Sword Woman“ zieht sie ein Schwert, das putzigerweise größer als die kleine stimmgewaltige Frontfrau mit dem kräftigen wie gefühlvoll epischen Klarorgan selbst ist, und hält es aufrecht. Live funktioniert der zwischen gedehnt epischer Schwermut und kerniger Tempoforcierung schwelgende Epic Doom/Classic Heavy Metal schon recht gut, was auch nicht auf der bislang veröffentlichten EP stehendes Material betrifft.



Wenngleich der HOD-Anhängerschaft ein begrüßungsfreudiger Abgang verwehrt bleibt: Mit SMOULDER hat Kanada ein imposant unorthodoxes Eigengewächs am Start, das in kommender Zeit viel Wirbel im Doomigen Underground entfachen wird. Respektvoller Applaus vor dem Abgang belegt es allzu deutlich. SMOULDER haben für's erste schon eine recht passable Visitenkarte in Würzburg hinterlassen. - Bravouröser Auftritt!

OLD MOTHER HELL
Nach den furios auftretenden SMOULDER steht als nächstes eine geballte Ladung Epic Doom verbunden mit klassischem Heavy Metal auf dem Programm. Durch Absage der US Heavy/Doomband UNORTHODOX bedingt rückten OLD MOTHER HELL buchstäblich in letzter Minute nachträglich ins Billing. Dem entsprechend gut füllt sich die Posthalle zu bester Samstag Nachmittagszeit. „Jetzt kommt ein Doomsong“ kündigt Sänger/Gitarrist Bernd Wener den Song „Mountain“ an - ein solcher ist es demzufolge auch. Binnen der nächsten Minuten schwebt sehnlichst erhoffter nahezu fließend rollender Doomgroove mit gefühlt effektiver Breitenwirkung inklusive Rock n' Roll-Anstrich Marke WASP/THIN LIZZY über den Köpfen der Fans.



Unterstützt von Ex-HATCHERY-Bassist Ronald Senft (Bass) und Aushilfsdrummer Michi legen OLD MOTHER HELL einen solch schwungvollen Gig auf's Parkett der zahlreichen Anhängern des nicht nur in Süddeutschland recht bekannten Epic Doom-Metal Trios gefällt. „Kneel To No God“ zeigt, das trotz aller Härte auch gediegener Akustikregen im richtigen Augenblick geradezu Stimmungsfördernd wirkt, deren Verschmelzung mit raumgreifender Doom-Epik Bewegung rein bringt. ,„Howling Wolfes“ von bedrohlich schwerem Unterton voran gepeitscht baut viel Spannung auf , was ekstatische Kopfbewegungen in Serie zur Folge hat. Lautstarker Beifall zum Schluß ist verdienter Lohn der Fleißigen. (OLD MOTHER) Hell Yeah! Auf die Truppe darf sich meine Wenigkeit spätestens kurz vor Heiligabend auf dem MASTERS OF CASSEL wiederholt freuen. Klasse!

DAWN OF WINTER
Auch wenn nur im zeitlichen Abstand von zehn Jahren ein Doom-Album erscheint, weiß eine aus gestandenen Musikern bestehende Band wie DAWN OF WINTER genau was Sache ist. Episch wie auf allen drei Werken präsentiert sich der Baden Württemberg Doom-Vierer live on Stage. Gerrit in Kutte der seine Palette klassischer Bühnenposen wie die Vorbilder komplett aus dem FF beherrscht ist stets ein Bild für sich. Gitarrist Jörg M. Knittel (ehemals bei SACRED STEEL aktiv, der gegenwärtig bei den Death Metallern MY DARKEST HATE in die Saiten greift) sorgt für die harten Riffs, während Schlagzeuger Denis Schediwy seine Vorderleute mit kräftigem Punch antreibt. Über Bewegungsrhythmen lässt sich fürstlich streiten, was der Meinungen polarisierende (aus meiner Sicht einschläfernde!) WARNING-Auftritt auf dem HOD im letzten Jahr 2017 bestätigte. Dass DAWN OF WINTER-Bassist Bolle als Ruhepol in der Band sich in Bezug auf Stageacting so beweglich gibt wie eine Tankzapfsäule (wobei er sein Instrument jederzeit sicher beherrscht) ist hingegen Fakt, und ändert erst recht nichts an der Qualität des Auftritts, des sympathisch ehrlichen Doom-Vierers, der nach anfänglichen Soundschwankungen kontinuierlich schrittweise sich steigernd Fahrt aufnimmt.



Bei Epic-Hymnen wie „Dagon's Blood“ , einem der Menge geballte Adrenalinschübe in Serie spendierenden „Oath of the Witch“ oder „Titus Vanis“ wird auch der zahlreich anwesenden Doomjüngerschaft allmählich warm. „Sweet Taste of Ruin“ und „A Dream Within A Dream“ geben auf beeindruckende Art gelungenen Vorgeschmack für den kommenden frühestens Dezember zu erwartenden Studioalbumrelease Nummer drei. Mit der Epic-Walze „The Music of Despair“ vom Zweitwerk 'The Peaceful Dead' ziehen DAWN OF WINTER zum Schluß erneut sämtliche Register ihres Könnens, um den Set würdevoll ausklingen zu lassen. Aufbrandender Applaus und eine in passender Stimmung befindliche Anhängerschaft, die nur allzu gern mehr davon gehabt hätte, sagen alles. Ehrlicher als DAWN OF WINTER geht’s nicht mehr, womit keine Zweifel mehr bestehen: - Der Samstag doomt!

HÄLLAS
verbinden klassischen Hardrock/Heavy Metal und hippieske Strukturen nahezu fließend. So fließend wie der Gig vorüberzieht, ist er schneller als gedacht schon wieder zu Ende. Zwar ist der Gesang nicht immer leicht verdaulich, doch sieht man kulant darüber hinweg, wissen die vor zahlreichem, bunt gemischten Publikum bestehenden Schweden das Groß der Sympathien passend zur in  Capes gehüllten Mantel & Degen-Nostalgie-Abenteueroptik auf ihrer Seite.  Das Retro-Elixier diverser 70er-Einfüsse wie BLUE ÖYSTER CULT, WISHBONE ASH, STATUS QUO, BLACK SABBATH, OZZY, DEEP PURPLE, frühe GENESIS, UFO, THIN LIZZY, JETHRO TULL etc., rockt kernig-heftig, es läuft so fließend ineinander dass es geradezu fesselt.


Damit zeigt sich, das für einen Teil der H.O.D.-Anhängerschaft nicht immer gleich auf den ersten Blick ins Billing passen wollende Exoten, tatsächlich in der Lage sind, etwas zu reißen (bezogen auf HÄLLAS – wahnsinnig viel!) und somit ihre Berechtigung im Festival-Band Line Up haben. Kurz vor Beendigung der Session wird mit „Star Rider“ das erfolgreichste von der Fanmasse ausnahmslos bejubelte Trumpfass aus dem Ärmel gezogen, um in direktem Übergang vom Spätnachmittag zum frühen Abend auf der Gewinnerseite des HAMMER OF DOOM-Samstags gegen 17:15 das Feld zu räumen. Jau! Welch eine Ansage. Damit wird unmissverständlich klar: Die nächst folgende Band wird sich gewaltig anstrengen müssen, um das zu toppen!

PALE DIVINE
Endlich wummern erneut wieder tiefe Doomgitarren! Nach soviel Hippieskem Hardrock wird es nun Zeit für pfundschwere tief in die Magengrube hauende Slo-Mo-Grooveriffbrecher. Fünfundvierzig Minuten Musikalische Urgewalt brechen sich Bahn. PALE DIVINE machen ihrem Ruf Ehre, locken allerdings zunächst nur ein recht überschaubares, auf Doom reinster Form inklusive satter Blues-Handschrift schwörendes Puristenklientel, was der beherzten Vorstellung des auf Kurs gebrachten Amivierers von Sänger/Gitarrist Greg Diener keinen Abbruch tut. Allem voran Anhänger knietief Blues-Doom geerdeter Combos wie PLACE OF SKULLS bekommen ihre selig erwartete Vollbedienung.



Entsprechend füllt sich die Posthalle zur Hälfte der Session allmählich mehr. Bassist Ron Mac Ginnis dessen Viersaiter extrem tief wummert, schaut öfters derart grimmig als wolle er sein Instrument vollständig im Boden versenken. Drummer Darin Mc Closkey sorgt an seiner Beckenwerkstatt hinter den Fellen für den wuchtigen Punch. Dana Ortt von der US-Doom-Hardrock-Combo BEELZEFUZZ seit diesem Jahr 2018 neu hinzugekommen, liefert sich in prächtiger Leidenschaft aufblühende Frickelorigen mit Bandleader Greg Diener. Bleischwer im Blues wuchernde Doomorgien vom Kaliber „Shades of Blue“ oder „Crimson Tears“ lassen es weder an Intensität noch raumgreifender Wirkung mangeln. Kräftig donnernden Applaus haben sich PALE DIVINE redlich verdient. Sind es doch in erster Linie solcher Art Kapellen wofür der Festivalname HAMMER OF DOOM bürgt, die den Kern des Festivals bilden, mit denen es steht und fällt. - Pfundschwer in die Magengrube hauender Wummer-Metal (wortwörtlich!) für beinharte Underground-Maniacs! „Cemetary Gate“ leitet das furiose Finale ein. PALE DIVINE haben sich auf ehrliche Weise den Arsch abgespielt, sich dabei mehr als respektabel geschlagen!

STILLBORN
Bei dem schwedischen Gothic-Doom-Vierer STILLBORN herrscht ein verändertes Bild. Vor zahlreichem teils recht neugierigen, teils mit den Songs vertrauten Publikum zeigt sich die Schwedencrew in stärkerer Verfassung als erwartet. Vor allem die auf Gothic-Doom und Düster-Rock/Metal in Tradition von Bands wie TYPE O NEGATIVE, MY DYING BRIDE, DANZIG oder THE VISION BLEAK schwörende Fraktion der Doomlunatics ist von dieser Band angetan, der traditionell dem Riffbetonten Heavy Metal nicht sonderlich zugeneigten Gothic-Friedhofromantik-Gemeinde sind STILLBORN dagegen zu heftig. Einer ungefähren Schnittmenge aus TYPE O' NEGATIVE (Pete Steele) und FIELDS OF THE NEPHILLIM (Carl McCoy) und THE VISION BLEAK (Schwadorf und Konstanz) oder DANZIG entsprechender Gesang von Bassist Kari Hokkanen sowie gewollt dazugehöriges Posing des langen Vocalisten haben schon etwas für sich.


Auch musikalisch befindet sich das Gemisch von STILLBORN irgendwo in erwähnter Schnittmenge. Obwohl die Band sehr konzentriert auf ihr Instrumentarium fixiert ist, legt sie zunächst einen überraschend starken Auftritt hin, während die beständig zunehmende in Reih und Glied versammelte Düster-Doom-Fangemeinde Düster Kost Marke „Lorelei“, oder „Dresden“ zunächst gebannt lauscht. Weitere nach ähnlichem Grundschema verabreichte Kost wie „Albino Flogged in Black“ oder „Anathema“ wird für einen Teil der Anwesenden zur Mitte hin auf Dauer etwas eintönig, während der andere Teil des Auditoriums die Band kräftig abfeiert, obwohl der fetzig zentnerschwer rollende Midtempo-Grooves auffahrende Rausschmeisser „Flesh For Jesus“ als perfekter Abgang in eine inklusive schwerblütigem Hintergrund vital fließend zelebrierte Dunkel-Klangwelt abtauchen lässt. STILLBORN haben ihren Job amtlich, wenn auch mit durchwachsenen Publikums-Resonanzlevel erledigt. Die Schweden waren unabhängig dessen eine recht interessante Bereicherung ungewöhnlicher Art für das HAMMER OF DOOM.

SORCERER
liefern voll ab. Wie gut der Schwedendoomhammer mit klassischem Heavy Metal-Fundament seit dem ersten H.O.D.-Auftritt 2015 innerhalb der Metalszene einschlug zeigt diese vom Start weg überwältigende Vorstellung.



Sieben Hits die ausnahmslos zum Headbangen, Faustreißen, Hörnergabelzeigen, Applaudieren und Headbangen einladen lassen das Publikum in der Posthalle durchdrehen. Welchen Epic-Doomlunatic lassen Edeltrüffel der Geschmacksrichtung „Sirens“, „Lake of the Lost Souls“; „Ship of Doom“, „The Dark Tower of The Sorcerer“, „The Sorcerer“, „The Crowning of the Fire Demon“ oder „Exorcise the Demon“ kalt?



Das bei jedem Stück völlig außer Rand und Band geratende Publikum kommt Aufforderungen zum Faustrecken oder sich lautstark bemerkbar machen verstärkt nach und feiert die Band vom Start bis zum Schluß inklusive der mittlerweile im Szenealltag des Livesektors Einzug gehaltenen 'Hey, Hey, Hey'/'Oi, Oi, Oi'-Rufe so euphorisch ab, dass überhaupt kein Auge mehr trocken bleibt. Wer diesbezüglich das Wort 'Mainstream' in den Mund nimmt, weil die schwedischen Epic-Doomer durch vermehrte Festivals im Laufe der Zeit bekannter wurden, sollte bedenken, das viele Bands im Laufe der Zeit größer werden und ein Act wie SORCERER mittlerweile völlig zu Recht verdientermaßen Headliner-Status auf einem Doom-Festival besitzt. So eine Position muss man sich hart erarbeiten, das haben SORCERER fleißig durch viele Auftritte verbunden mit kontinuierlicher Weiterentwicklung ihrer Musik getan, was auch das hohe Niveau aller bisher veröffentlichten Tonträger signalisiert. In der Posthalle herrscht eine bis in jeden Winkel spürbare Hammerstimmung inklusive Gänsehautfaktor. Die resonanzmäßig beste weil überzeugendste Band des HAMMER OF DOOM-Billings bestätigt diesen Fakt eindrucksvoll, räumt komplett ab. Samstag Abend gerettet, alles im Lot - und das Restprogramm wird noch interessant...

BATUSHKA
Mit ihrem opulent geschmückten Altar bringen BATUSHKA den optischen Hingucker des Festivals, was zunächst recht viele Neugierige in den Saal lockt, deren Anzahl sich im weiteren Verlauf ganz erheblich reduziert.



Der kyrillisch geschriebene Name des polnischen Achters Батюшка bedeutet „Vater“ und ist als Beschreibung eines orthodoxen Priesters zu deuten. Inhaltlich befassen sich BATUSHKA mit der östlich orthodoxen Kirche. Liturgische Gesänge und eine öfters in weiße Rauchschwaden eingenebelte Bühne untermalen diesen Kernpunkt zusätzlich.



Masken, Kapuzen, Weihrauch sowie der prächtige mit allen dazu gehörigen Utensilien bestückte Altar schaffen ein optisch Sakrales Finsterpanorama Musikmässig hinterlässt der monoton auf einem Riff basierende Modern ausgerichtete Haudrauf-Black Metal (s)ein konstant gleichförmiges Bild, woran Die Hard-Anhänger und Sympathisanthen modern ausgerichteter Schwarzheimer-Genrekost viel Gefallen finden, während sich alle anderen zur Theke, nach draußen oder in die Chillout Lounge verziehen.



Was nun schwarz ist oder nicht schwarz ist, überlassen BATUSHKA stets ihrer Audienz, die sich über solche Fragen selbst den Kopf zerbrechen mag. Zurück bleibt ein Gig der ganz spezifischen Art, der sein festes Fanklientel zufrieden stellend nicht wenige Neugierige in die Location lockte.

COVEN
Nach ca. dreißig Minuten Verspätung ist es soweit: Gegen 23:00 Uhr steigt die Spannung auf die US-Psychedelic Rockband COVEN, einen Headliner wie man ihn recht selten zu sehen bekommt. Galt das zwischen düster okkultem Textinhalt und Horror-Thematik angesiedelte sich im Laufe der Jahrzehnte um ein enorm Vielfaches weiterentwickelnde Genre nachhaltig prägende Vorläuder-Debüt 'Witch craft' (destroys Minds, and reaps Souls') als Auslöser des in den 70ern ausbrechenden Düster-Okkult-Rock-Booms, eine Welle, der bis heute zahlreiche Nachahmer folgten. Geboten wird ein besonderer Live-Set inklusive sieben Stücken erwähnten Debüts, womit der Song-Hauptteil den okkulten End60er/Früh70er-Anfängen huldigt.

Eingangs tönen gehässig boshaft fieses psychopathisches Gelächter, beschwörende Finstergesänge einschließlich ritueller Sprechpassage per Intro aus den Verstärkern, dann steigt COVEN-Sängerin Jinx Dawson mit umgedrehtem Kreuz an einer langen Halskette zunächst mit Pestmaske im Gesicht aus dem seitlich links der Bühne platziert stehenden Sarg, ehe sie nach dem in aktuelleren Tagen entstandenen „Out of Luck“ mit dem darauf folgenden „Black Sabbath“ (wer denkt dabei nicht an die legendären Heavy Metal Urväter im ersten halben 70er-Jahrzehnt – allerdings trugen die – was auf alten Fotos erkennbar ist, das Kreuz nicht umgedreht!) für ihre Anhängerschaft eine ca. dreiminütige Messe zelebriert. Was 1969 dem herrschenden Zeitgeist geschuldet lauwarm inklusive verträumtem Hippietouch analog klang, rockt das Ambiente heute anno 2018 kompakt mit hartem Drive in zeitgemäßem Soundgewand. Trotz ordentlicher Besucheranzahl gibt es Lücken in der Posthalle, was eventuell daran liegt, dass COVEN aufgrund ihrer extrem Düster Okkult-Thematik serienweise Gemüter spaltend unterschiedliche Emotionen hervorrufen, deren Sammelsurium von hingebungsvoll verzückt, inbrünstig-leidenschaftlich beseelt, gefesselt fasziniert bis gleichgültig-desinteressiert hervorruft.

Der Großteil aller Anwesenden genießt die Show. Zu „Coven In Charing Cross“ dürfen die Fans unter Anleitung der Urmutter okkult Düsterer Rockmusik am Ritualspruch teilhabend mitsingen. „The White Witch of Rose Hall“ und „Wicked Woman“ rocken knackig; zu „The Crematory“ (durch Glockenschläge begleitet von verzerrten Orgelklängen sowie düster geflüsterter Ansage „The Witch is not Dead!“ eingeleitet) hält Jinx Dawson zur gespenstischen Wiederauferstehung einer bösen Hexe den Totenschädel in der Hand, umrahmt von der Orgel schafft dieses Bild geisterhafte Atmosphäre. „Choke, Thirst, Die“ folgt. „Black Swan“ und „Epitaph“ schaffen es auch als Stücke aktuell jüngeren Datums im Set zu bestehen. Die Show löst unterschiedliche Reaktionen aus. Gefangen vor Faszination richtet ein Teil der Anwesenden seinen Blick staunend gen Bühne, ein anderer rocken heftig, tanzt ausgelassen oder wippt im Takt mit während der verbliebene Rest der Performance gar nichts bis kaum etwas abgewinnend froh ist, wenn die Vorstellung bald zum Ende kommt. Alle Songs kommen entgegen zu den End60ern/Früh-70ern weitaus heavier im voluminösen Hardrock Gewand aus den Verstärkern. Rock-Einflüsse von GOLDEN EARRING, ROLLING STONES, THE DOORS, DEEP PURPLE (ganz frühe Phase), BLUE ÖYSTER CULT, URIAH HEEP, TEN YEARS AFTER, STATUS QUO etc., kristallisieren sich heraus.

Das COVEN keine Jinx Dawson-Einzelshow sind, sondern als Team harmonieren, hat sich u. a. auf dem Muskelrock 2017 gezeigt. Die zur als einzige vom ursprünglichen COVEN-Line Up übrig gebliebenen Dame gehörende es weder am Stageacting noch dazu gehörigem Posing fehlen lassende Herrenriege ist spieltechnisch exzellent drauf, und Jinx Dawson ganz Herrin der Lage, hat ihr Publikum voll im Griff, dirigiert mit gefühlvoller Hand, ist mit ihren siebzig kein bisschen angestaubt (!) Die Dame wirkt inklusive souveräner Performance im gemäßigteren Bewegungsradius wesentlich jünger, - etwa wie knapp Mitte-Fünfzig. Durch ihre enorme Bühnenerfahrung schafft sie es ihrem COVEN mittels verbaler Gestik, Charisma, raukehlig flexiblem Stimmvolumen sowie zu einer solchen Bühnen-Show gehöriger Utensilien wie Metallmaske, Totenschädel und Laterne einzuhauchen. Da verwundert es kaum, dass COVEN zu den wichtigsten Einflüssen von KING DIAMOND gehören, deren Schaffen die Musik des Dänischen Okkultkönigs inspirierte,... u. a. auf dem 1984 erschienenen Genre-Meilenstein inklusive Edeljuwel von Cover-Artwork 'Don't Break the Oath' findet sich manches davon wieder...

Jinx Dawson ist ein waschechtes Original, deren Röhre manchesmal sogar an Jutta Weinhold erinnert, – wobei die Musik von COVEN inhaltlich keineswegs mit der Spell from Over Yonder-Zed Yago vergleichbar ist. Sie besitzt ein umfangreiches Stimmvolumen dem sowohl heißeres Brüllen entfährt, das aber dort, wo es erforderlich wird, völlig abrupt den Tonfall wechselnd bedrohlich warnend leise Töne anschlägt. Ihre Fans feiern Jinx Dawson wie eine Göttin, die mit feuriger Leidenschaft voller Überzeugung jeden kleinsten Ton bis ins Detail zelebriert. Neben der Show gehört das rüber bringen der Botschaft dazu. Ein rechts per Videoleinwand erzeugtes umgedreht brennendes Pentagram untermauert dies.



Alle Songs kommen entgegen zu den End60ern bis Früh-70ern um ein Vielfaches heavier im voluminösen Hardrock Gewand aus den Verstärkern. „Dignitaries of Hell“ bereits von Metalbands jüngeren Datums (PORTRAIT!) gecovert, „F.U.C.K.“, „Epitaph“ und das trotz spritziger Rock n' Roll-Untermalung für heroischen Abgang sorgende Titelstück des COVEN-Drittlings „Blood on the Snow“ beenden das Proto Psychedelic-Okkult-Rock-Spektakel finsteren Inhalts. Nach sechzig Minuten ist bereits Finito, ein restlos überzeugend okkultes Hard n' Roll-Feuerwerk in zeitgemäß angepasstem Kompaktsound vorbei. Danach werden die eingeschworenen COVEN-Fans im sicheren Gefühl entlassen: - „The Witch is not dead!“

COVEN hielten ihre 60 Minuten-Livesession mit dieser obskuren Songauswahl:
1. Intro
2. Out of Luck
3. Black Sabbath
4. Coven in Charing Cross
5. White Witch of Rose Hall
6. Wicked Woman
7. The Crematory
8. Choke, Thirst, Die
9. Black Swan
10. Dignitaries of Hell
11. For Unlawful Carnal Knowledge
12. Epitaph
13. Blood on the Snow

Festival-Nachwort:
Was für ein super Wochenende, nun gilt es vieles zu verarbeiten. Es war ein Hammer, so viele tolle Bands unterschiedlicher Stilrichtungen inklusive interessanterweise Farbe ins Billing bringender Acts wie STILLBORN, HÄLLAS oder Frischlinge wie SMOULDER, die sich von recht passabel/wacker bis mehr als achtbar in diesem breit gestreuten Feld behaupteten. Starke Auftritte gab es viele, was es erschwert bestimmte Gigs hervorzuheben. Das Glanzlicht auf dem HAMMER OF DOOM 2018 setzte neben vielen anderen beeindruckenden Vorstellungen    (z. B. von WHILE HEAVEN WEPT, APOSTLE OF SOLITUDE und OLD MOTHER HELL) die Epic-Doom-Institution SORCERER mit komplett durch Mark und Bein gehender Vorstellung.

Fazit: Trotz schwächer als generell sonst besuchten HOD-Freitags war vieles wie gehabt, mit einer gewichtigen Ausnahme worüber sich das Veranstalterteam Gedanken machen sollte: Bitte stockt nächstes Jahr den Anteil traditioneller Doombands bei aller Vorliebe für Exoten im Billing - hin oder her - etwas mehr auf. Von der traditionell reinen Doom-Schiene waren dieses Jahr bedauerlicherweise recht wenige am Start - fein, das APOSTLE OF SOLITUDE, DAWN OF WINTER, SORCERER und PALE DIVINE die Fahne aufrecht hielten, - oder schiebt mal wieder einen das Ambiente in monolithisch-raumgreifend schwere Düsteratmosphäre tränkenden Funeral Doom-Act ein. Als Empfehlungen für nächstes Jahr wären u. a. AHAB, THERGOTHON, für den tradionellen Sektor bitte gern mal wieder THE SKULL, IRON VOID sowie als weiterer Festivaltipp KHEMMIS, auf okkultem Terrain inklusive Psychedelicaroma vielleicht WITCH MOUNTAIN (?) ne dicke Prise Sludge-Doom á lá EARTHSHIP oder Schwarzheimer-Doom Marke FAUSTCOVEN sowie als Besonderheiten geschickt mit unterschiedlichen Stilen jonglierende Grenzgänger zwischen den Genres wie CLUTCH, URFAUST, HAWKWIND, LETHEAN und AGALLOCH - wünschenswert, während der Glaube an eine irgendwann tatsächlich erfolgende, vielleicht doch mal auf realistischem Wege zustande kommende WITCHFINDER GENERAL-Re-Union tief in den Keller gesunken ist. Unabhängig dessen d a n k e ich dem Veranstalterteam Oli, Heiko und Tanja für ein weiteres gelungenes toll organisiertes erneut empfehlenswertes HAMMER OF DOOM, einschließlich passender Lichtanlage bei gutem Sound, welches wieder ein vielseitiges in derartiger Konstellation seltenes Billing am Start hatte, um ein bitter-süßes Wochenende zu garantieren, was es schließlich geworden ist. Prima Jobs haben auch wieder die freundlichen Teams der Security und vom Posthallen-Theken-Servicepersonal hingelegt.  See You next Year (!) mit einem wieder bunt gemischten für jeden etwas bereit haltenden Billing.


Fotos: Michael Toscher

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